Martinique

In Martinique wartet Lizy bereits seit ein paar Tagen auf mich. Sie hat schon den mittleren Teil der Insel erkundet und ist für meine Ankunft in den Süden gekommen.

In dieser Bar an der Marina haben Lizy und ich uns wieder getroffen.

Von der Marina aus konnten wir mit dem Bus an ein paar Orte fahren und uns den südlichen Teil anschauen. Busfahren ist auf Martinique gar nicht mal so einfach. Es gibt zum Teil gar keine Bushaltestellen. Laut der App des Verkehrsverbundes soll es an der Hauptstraße eine Haltestelle geben. Es ist allerdings kein Häuschen oder Schild zu sehen. Dennoch ist dort eine Haltestelle. Man muss sich bemerkbar machen und den Bus zu sich winken. Wenn man an der richtigen Stelle steht, hält der Bus. Wenn man zu weit weg vom Ort ist, kann es auch mal sein, dass der Busfahrer nicht hält. Und dabei werden so manche Bushaltestellen von drei Bussen gleichzeitig bedient. Da hatten wir schon mal den Fall, dass der falsche Bus gehalten hat und unsere Linie weitergefahren ist. Per Anhalter kommt man auch ganz gut über die Insel. An diesem Tag hat uns dann glücklicherweise ein französisches Pärchen nach Saint-Anne mitgenommen. Sie haben auch ein Segelboot vor Anker und wohnen auf diese Weise auf der Insel.

Ankerbucht von Saint-Anne. Der Steg gehört zu einem Restaurant und ist exklusiv für die eigene Gäste.

Zurück zu den Busverbindungen. Wir hatten auch den Fall, dass ein Bus erst gar nicht kam, obwohl die App sagte, dass zu dieser Zeit ein Bus fahren sollte. Und man sollte immer ein paar Minuten früher an der Bushaltestelle sein. Es benutzen nicht viele Leute den Bus und wenn dieser zu früh ist, dann wartet er nicht, sondern fährt einfach weiter und ist dann eben viel zu früh an den Haltestellen.

In der Marina kümmerte ich mich noch um ein paar Reparaturen am Schiff. Es waren allerdings Weihnachtsferien und so war es nicht einfach einen Mechaniker zu finden. Ein weiteres Problem ist die Lieferung von Ersatzteilen. Der Händler ist natürlich auch im Urlaub und somit konnte ich Serafina nur halb wieder fit machen. Die Verbindung zwischen dem Ruder und dem Autopiloten ist stark verrostet und muss ersetzt werden. Die Teile wurden zunächst entrostet und wieder eingebaut. Mittelfristig muss die Verbindung mit neuen Teilen ersetzt werden, sonst können wir irgendwann auf See nicht mehr steuern.

Die Verbindung sieht von außen gut aus. Aber innen drin sind die Teile rostig und sehr stark abgenutzt.

Nach zehn Tagen haben wir die Marina in Richtung „Anse D’Arlet“ verlassen. Wenn die Ersatzteile da sind, kommen wir wieder zurück. Wir sind nun wieder zu zweit auf dem Wasser. Lizy muss sich nach der langen Zeit erstmal wieder ans Schiff gewöhnen.

Auf dem Weg passieren wir den „Rocher du Diamant“.

In „Anse D’Arlet“ gingen wir vor Anker. Die Bucht ist bekannt für ihre Schildkröten und ihre Korallenriffe, die man auch mit dem Schnorchel gut erkunden kann. Beim Ankern sind uns bereits ein paar Schildkröten aufgefallen, die um das Schiff herumschwammen. Wir mussten den Anker viermal ausbringen. Wir trafen entweder auf Fels oder auf harten Boden, der unter einer dünnen Sandschicht als solcher nicht zu erkennen war. Irgendwann grub sich der Anker dann doch noch ein und wir bauten das Dinghy auf.

Beim Wandern bietet sich ein Blick auf die wunderschöne Bucht „Anse D’Arlet“.

Wir verbringen hier ein paar Tage am Strand und schnorcheln am Korallenriff, was sich recht nah am Strand befindet. Hier gibt es viel zu sehen. Leider habe ich keine Kamera, um Unterwasserbilder zu schießen. Das Wasser hat ca. 27 °C. Es ist bei 30° Umgebungstemperatur eine kleine Abkühlung. In „Anse D’Arlet“ fanden wir ein Tauchzentrum vom SSI. Dort buchten wir einen Tauchgang zu einem Korallenriff, das etwas weiter entfernt war. Neben den vielen bunten Korallen, gab es Muränen, Igelfische und Barrakudas zu sehen. Von Zeit zu Zeit befanden wir uns mitten in einem Fischschwarm kleinerer, bunter Fische. Das war ein fantastisches Erlebnis.

Am Strand gibt es frische Kokosnuss zu kaufen. Wir genießen das erfrischende Kokosnusswasser.
Nachdem wir das Kokosnusswasser getrunken haben, gibt es noch das Fruchtfleisch zum Essen.

Nach ein paar Tagen wollten wir in die nächste Ankerbucht „Anse Noir“ fahren. Leider machte die Ankerwinsch nicht mit. Der Anker blieb unten. Also machte ich mich auf die Fehlersuche.

Kopfüber im Ankerkasten auf der Suche nach dem Fehler.

Der Stromstecker der Empfängerbox vom Handheld war stark korrodiert. Dieser nahm für den Rest des Tages ein Bad in WD40 und wir gingen wieder Schnorcheln. Am Nachmittag habe ich den Stecker wieder eingebaut und die Ankerwinsch ging wieder.