Die ersten Tage auf Tobago

Am Morgen gegen 8 Uhr kam ich in der Bucht von Charlotteville an. Da in dem kleinen Fischerdorf Charlotteville nicht so viele Schiffe ankommen, muss man einen Termin bei Customs & Immigration vereinbaren. Ich stellte fest, dass mein Mobiltelefon keinen Empfang hat. In Grenada habe ich noch eine eSIM für Trinidad & Tobago gekauft. Damit habe ich wahrlich nicht gerechnet und konnte nun keinen Termin vereinbaren. Zum Glück war Hans mit dem „Buddy-Boot“ Haipule mittlerweile auch in der Bucht angekommen. Er hatte über Starlink mit Customs & Immigration einen Termin vereinbart. Zusammen fuhren wir dann an Land und klarierten ein. Wie in Trinidad gibt es keinen Prozess für kleine Yachten. Also füllten wir massenweise Formulare aus, die für die Berufsschifffahrt gedacht sind. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und wir kamen ein wenig ins Plaudern. Dort erfuhr ich, dass der Mobilfunkturm von einem der beiden Provider seit zwei Monaten kaputt ist. Das war ausgerechnet der Provider, bei dem ich die eSIM gekauft habe. Die Einwohner glauben selber nicht mehr daran, dass der Mobilfunkmast in absehbarer Zeit repariert wird. Ich brauchte also eine SIM-Karte vom anderen Mobilfunkanbieter. Diese gab es nur in der Stadt Scarborough im Süden der Insel.

Am nächsten Tag fuhren Hans und ich mit dem Bus einmal um die Insel, um eine SIM-Karte in Scarborough zu kaufen. Der Bus schlängelte sich zwei Stunden lang entlang der Ostküste und fuhr hin und wieder durch den Regenwald. Man konnte sich also ein gutes Bild von der Insel machen. Scarborough war eine Stadt mit viel Verkehr und vielen Menschen. Bis auf den Botanischen Garten gab es hier keine Highlights. Nach dem Kauf der SIM-Karte, einem Mittagessen und einem kurzen Besuch im Botanischen Garten war es dann auch schon wieder so weit, den Bus zurückzunehmen.

Der Botanische Garten in Scarborough.

Am nächsten Tag bin ich von Charlotteville zum „Flagstaff Hill“ gelaufen. Der Weg führte zunächst durch das Fischerdorf und danach durch den Regenwald den Hügel hinauf. Auf dem Hügel lagen übrigens noch die Überreste des Mobilfunkmastes. Die Aufbauten vom Mast waren durchgerostet und somit kam der obere Teil samt Antennen heruntern.

Die Reste vom Mobilfunkmast.
Manchmal ist es nicht einfach den Weg durch den Regenwald zu finden.
Blick vom Flagstaff Hill in die Ankerbucht bei Charlotteville.

Am dritten Tag bin ich auf den gegenüberliegenden Hügel gelaufen. Dort gab es das Fort Campbleton. Von diesem war allerdings nicht viel übrig. Lediglich zwei Kanonen erinnerten daran, dass hier wohl mal ein Fort war.

Eine der zwei Kanonen vom Fort Campbleton.
Blick vom Fort Campbleton in die Bucht von Charlotteville. Serafina ist das zweite Schiff von links.