Tobago Cays

Vor Bequia setzten wir Segel, um noch weitere der Grenadineninseln zu besuchen. Wir hatten gelesen, dass die Tobago Cays ein besonders schönes Ziel seien. Sie ähneln der Schönheit der Bahamas, da es unbewohnte Inseln in einem geschützten Marinepark sind. Vor unbewohnten und naturbelassenen Inseln zu ankern, das ist neu für uns.

Das Riff „World’s End“ der Tobago Cays.

Beim Schnorcheln erkundeten wir die Unterwasserwelt der Inselgruppe. Nach dem anfänglichen Gedanken „Hm, hier ist ja gar nichts“ schwammen wir plötzlich zwischen mehreren Schildkröten und Rochen.

Ein Adlerrochen.
Mittlerweile ein bekannter, immer wieder schöner Anblick unter Wasser.
So mancher Rochen verbuddelt sich im Sand.

Mit dem Dinghy auf einer unbewohnten Insel anzulanden, ließ ein Robinson-Crusoe-Gefühl wachwerden. Ganz allein ist man jedoch nicht auf den Inseln. Mit uns lagen viele andere Yachten an diesem besonderen Ort. Die Bewohner der Nachbarinseln kommen jeden Tag in den Marinepark, um den Seglern dort eine Bar sowie fangfrisches Barbecue anzubieten.

Die „belebte“ Insel der Tobago Cays.

Nachdem wir einen Tag im Marine Park verbracht hatten, wollten wir ursprünglich am nächsten Tag weiterfahren. Uns hat es dort allerdings so gut gefallen, dass wir noch einen Tag länger geblieben sind.

Ein wahres Naturparadies.

Am dritten Tag fuhren wir zur Insel Mayreau. Sie ist ebenfalls ein Teil des Marineparks. Allerdings ist diese Insel bewohnt. Dort verbrachten wir ein paar Tage in der Ankerbucht Saline Bay. Eines Morgens habe ich die Reste einer Fischjagd im Dinghy gefunden. Ein Barrakuda hat einen anderen Fisch aus dem Wasser gejagt und ist hinterher gesprungen. Leider war beim Landen das Dinghy im Weg.

Der Barrakuda und ein Teil seiner Beute in unserem Dinghy.
Die Fische springen von allein ins Dinghy. Hier braucht man keine Angel.

Die Insel Mayreau lässt sich gut zu Fuß erkunden. Auf dem Turtle Trail wandert man weitestgehend am Strand entlang und kommt an der schönen Bucht „Salt Whistle Bay“ vorbei.

Auf dem kleinen Pfad erkunden wir die Insel.
Letzter Berg vor der Strandbar.
Die neue Strandbar der Saline Bay.

Hurrikan Beryl hinterließ 2024 tiefe Spuren und zerstörte zahlreiche Häuser. Doch in den letzten zwei Jahren wurde vieles bereits wiederaufgebaut, darunter auch die beliebte Strandbar in der Saline Bay.

Blick auf die Saline Bay.

Nach ein paar Tagen sind wir zur Union Island gefahren. Dies ist für uns die letzte Insel der Grenadinen, bevor wir nach Grenada übersetzen. Union Island kämpft noch mit den Folgen des Hurrikans Beryl. Viele Häuser sind leider noch nicht wieder aufgebaut. Dennoch sind die Einheimischen sehr freundlich und man kommt recht schnell mit ihnen ins Plaudern. Auf dem neu errichteten Marktplatz erhält man frisches Gemüse, das direkt mit der Fähre von St. Vincent angeliefert wird.

Die farbenfrohen Containerhäuser sind recht schön anzuschauen.
„Clifton Harbour“ von oben. Auch wir liegen hier an einer Mooringboje.
Vom „Anchorage Yachtclub“ ist leider nicht viel übrig geblieben.
Das Highlight vom Mangrovenwald war die Hängebrücke. Hier kommen wir nicht mehr rüber.
Die Natur erholt sich auch so langsam. Der Mangrovenwald fängt wieder an nachzuwachsen.